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Nach schwachen Arbeitsmarktdaten, Dollar-Ausverkauf hält an

US-Arbeitsmarktdaten gaben den Tauben in der Federal Reserve neue Argumente, und die Zinsmärkte verschoben ihre Erwartungen für Zinserhöhungen in den USA weiter nach hinten. Der US-Dollar verlor gegenüber allen wichtigen Währungen weltweit an Wert – mit Ausnahme des Yen. Die japanische Währung konnte jedoch in den letzten zwei Wochen stark zulegen, dies jedoch vorbehaltlich der Interventionen der japanischen und amerikanischen Regierungen. Die Schwäche der letzten Woche sollte man daher richtig einordnen. Außerhalb der Währungsmärkte haben sich die Anleihekurse stabilisiert und die Aktienkurse erreichen weiterhin neue Höchststände. Grund dafür ist, dass Anleger fehlende Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran sowie anhaltend hohe Ölpreise vorerst zu ignorieren scheinen.

Alle Blicke richten sich nun auf den US-Inflationsbericht für Juli, der am Mittwoch erscheint. Die US-Inflation zeigt bisher kaum Anzeichen von Zweitrundeneffekten,dieser Bericht ist einer von zwei Berichten vor der wichtigen Fed-Sitzung im September. Ein erneut moderater Inflationsbericht im Rahmen der Erwartungen würde das Szenario unveränderter Leitzinsen festigen. Ebenfalls im Blickpunkt dieser Woche: umfangreiche US-Anleiheauktionen sowie die britischen BIP-Daten für Q2 2026 am Donnerstag als relevanter, wenngleich

EUR

In einer nachrichtenarmen Woche deuten nationale Daten darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft endlich von dem umfassenden Fiskalpaket aus dem Jahr 2025 profitiert. Die Erholung wichtiger Frühindikatoren wie der Einkaufsmanagerindizes (PMI) in der Eurozone spricht dafür, dass sich die solide Dynamik des zweiten Quartals auch im dritten Quartal fortsetzt. Die Märkte preisen die Wahrscheinlichkeit einer zweiten EZB-Zinserhöhung im September mittlerweile zu 80 % ein – was dem Euro gegenüber dem US-Dollar weiteren Auftrieb verleiht.

USD

Trotz des enttäuschenden US-Arbeitsmarktberichts vom Freitag bleibt das Gesamtbild unverändert: Das moderate Beschäftigungswachstum reicht aus, um das knappere Arbeitskräfteangebot aufzufangen. Wir halten an unserem US-Konjunkturausblick fest. Auch mit Blick auf die Fed stützen die aktuellen Daten unsere Erwartung einer Zinspause im September.

Wichtigster Belastungstest für diese These ist der Juli-Inflationsbericht am Mittwoch. Nur eine überraschend steile Teuerung dürfte die Fed-Notenbanker im September doch noch zu einer Zinserhöhung bewegen.

GBP

Der Markt für britische Staatsanleihen (Gilts) hat sich zuletzt sichtlich stabilisiert. Rückenwind liefern leicht positive Konjunkturdaten aus Großbritannien, während Spekulationen über eine mögliche Aufweichung der Schuldenregeln – etwa durch Politikgrößen wie Andy Burnham – vorerst ignoriert werden. Auch das Pfund profitiert von der breiten Erholung britischer Assets. Die anstehenden BIP-Zahlen dürften zeigen, dass das Wachstum weiterhin stark von Staatsausgaben getrieben wird, während private Investitionen hinterherhinken. Das ist zwar kein nachhaltiges Fundament für künftiges Wachstum, reicht den Märkten derzeit aber aus.

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